Hutter Wolfgang

* 13. 12. 1928, Wien

† 26. 9. 2014, Wien

Maler und Graphiker

Hutter, Wolfgang

Wolfgang Hutter. Foto, 1990
© Die Presse/Michaela Seidler, für AEIOU

Geboren wurde Wolfgang Hutter am 13. Dezember 1928 in Wien, wo er auch von 1945 bis 1950 an der Akademie der bildenden Künste bei seinem Vater Albert Paris Gütersloh studierte.

Mit Ernst FuchsRudolf Hausner, E. Jené und Fritz Janschka gründete er eine surrealistische Gruppe im Wiener Art-Club und war Gründungsmitglied der Wiener Schule des Phantastischen Realismus.

Adam und Eva (Hutter, W.)

Wolfgang Hutter, Adam und Eva. Gemälde, 1955
© Österreichische Galerie Belvedere, Wien, für AEIOU

Zusammen mit Ernst Fuchs, Arik BrauerRudolf Hausner und Anton Lehmden zählt er zu den bekanntesten Vertretern der Wiener Schule. Stilistisch stand er dem ehemaligen Lehrer sicher am nächsten.

Wolfgang Hutters Bilder erschaffen Welten, in denen sich Blumenschiffe, Schmetterlingsmädchen, Hexen und andere poetisch–märchenhafte Figurationen aufhalten. Sein künstlerisches Gesamtwerk umfasst neben Ölbildern und Grafiken auch Gobelinentwürfe für das Wiener Burgtheater (1955), die Wandgestaltung („Von der Nacht zum Tag“) im neu erbauten großen Festspielhaus Salzburg (1960), den Mosaikfußboden für das Theater an der Wien (1961) aber auch zahlreiche Bühnenbildentwürfe für die Wiener Staatsoper, die Volksoper, das Theater an der Wien, das Opernhaus Graz und das Theater in der Josefstadt. Eine seiner bekanntesten Arbeiten, der berühmte „Zauberflötenzyklus“, entstand 1970. Diese für die Oper entworfenen Bühnenbilder wurden jedoch nie realisiert. 1965 entstand der Lithographiezyklus „Tätowierungen“, der zu den frühen grafischen Hauptwerken des Künstlers zählt.

Seine Bilder waren u.a. bei den Biennalen in Venedig (1950 und 1964), Sao Paulo (1953 und 1963), Tokio (1961) und Florenz (1975) sowie im Rahmen zahlreicher Einzel- und Sammelausstellungen in Europa, Israel, den USA und Japan zu sehen.

(Einen neuen Höhepunkt erreichte seine Beliebtheit 2013 auf dem Kunstmarkt: das Dorotheum erzielte mit 238.200 Euro für Hutters Gemälde „Die Witwe II“ einen weltweiten Höchstpreis für den Maler. )

Von 1966 bis (zur Emeritierung) 1997 war er Professor für angewandte Kunst an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien, wo er die Meisterklasse für Malerei leitete.

Auszeichnungen, Ehrungen (Auswahl)

  • Preis der Stadt Wien für Malerei, 1977
  • Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien, 2011

Werke (Auswahl)

  • Theater, 1950
  • Tätowierungen, 1965 (Mappenwerk)
  • Ein Mädchen – fünf Hüte, 1974 (Lithographien)
  • Zauberflöte, 1974 (Graphiken)
  • Die Streifenmädchen, 1976 (Mappenwerk)
  • Federmenschen, 1976 (Publikation)
  • Gobelins (unter anderem für das Wiener Burgtheater)
  • Bühnenbilder für Oper, Ballett und Theater
  • Wandmalerei im Salzburger Festspielhaus, 1960
  • Eiserner Vorhang im Stadttheater Wiener Neustadt
  • Entwürfe für die Porzellanmanufaktur Augarten

  

Prof. Wolfgang Hutter  „Kopfblumenschmuck“ Farbradierung AL 300 + 30 E.A. 

„Blättermädchen“ Radierung: AL 195 /300

 

 

 

„Mädchen mit Straps“ Farbradierung:  AL 21 /250

   

Prof. Wolfgang Hutter  „ Obelisken“ Farbradierung   AL   65/300

 

 

Blumiges Gespräch, 1985 Originallithographie,
handsigniert, numeriert, datiert
Auflage: 1000 Exemplare
Motiv: 25 x 21 cm.